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Jahresbericht
2023/2024Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft befindet sich in einem Umbruch: Wohnen muss nicht mehr nur bezahlbar sein, sondern zugleich klimaneutral und generationengerecht. Das ist angesichts steigender Baukosten, gestiegener Zinsen und dem Mangel an Fachkräften eine denkbar schwere Aufgabe.
Aufgeben?
Das ist für die sozial orientierte Wohnungswirtschaft keine Option. Die Wohnungsunternehmen und -genossenschaften des VdW Rheinland Westfalen entwickeln Strategien für einen klimaneutralen Gebäudebestand, richten sich betriebswirtschaftlich und organisatorisch neu aus, stellen die Versorgung ihrer Bestände auf erneuerbare Energien um und versuchen, mit innovativen Bautechniken die Baukosten zu reduzieren.
"Auch wenn die Hürden hoch sind, gehen unsere Mitglieder den notwendigen Wandel aktiv an."
Marion Sett
Um den Umbruch auch für die Mieterinnen und Mieter bezahlbar stemmen zu können, ist die Wohnungswirtschaft aber, das hat sich in den vergangenen zwölf Monaten zwischen Sommer 2023 und 2024 deutlich gezeigt, auf Partner angewiesen. Partner in der Politik, die verlässliche und ausreichende Fördermittel bereitstellen, und Partner in der Energiewirtschaft und in den Kommunen, die eine kosteneffiziente Wärme- und Stromplanung verfolgen.
Auch wenn es zunehmend schwieriger wird, versuchen die Mitglieder des VdW Rheinland Westfalen die Miete günstig zu halten. Im Jahr 2023 lag sie bei den Mitgliedern in Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt bei 6,27 Euro pro Quadratmeter, in Rheinland-Pfalz bei 6,23 Euro pro Quadratmeter. Das zeigt: Wer Wohnen bezahlbar halten möchte, tut gut daran, die sozial orientierte Wohnungswirtschaft zu stärken.
Eine informative Lektüre wünschen
Marion Sett, Präsidentin
Dr. Daniel Ranker, Prüfungsdirektor
Alexander Rychter, Verbandsdirektor
Mit gutem Beispiel vorangehen
Trotz der schwierigen konjunkturellen Lage mit hohen Baukosten versuchen die Mitglieder des VdW Rheinland Westfalen bezahlbares klimagerechtes Wohnen zu realisieren, während sie gleichzeitig ihre soziale Verantwortung für gute Nachbarschaften wahrnehmen.
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Auf gute Nachbarschaft
Wohnquartiere sozial zu stabilisieren und gute Nachbarschaften zu erhalten, begreift die sozial orientierte Wohnungswirtschaft als eigene Aufgabe. Claudia Wußmann ist als Quartiersmanagerin für die Nachbarschaftszentren der Rheinwohnungsbau GmbH in Düsseldorf verantwortlich. Wir treffen sie in einem Zentrum, das seit 15 Jahren existiert, und einem, das in Kürze eröffnet wird.
Investitionen in schwieriger Lage
Ein Blick in die Zahlen des Statistischen Landesamts in NRW und dem Statischen Bundesamt verrät, dass sich der Wohnungsbau insgesamt weiterhin im Krisenmodus befindet.
53,7 %
40,2 %
Mit ihren Investitionen wehren sich die Mitglieder des VdW Rheinland Westfalen, so gut es geht, gegen diese Krise. Etwa vier Milliarden Euro haben sie 2023 in Neubauten und in den Bestand fließen lassen. Ein im Vergleich über die Jahre weiterhin sehr hoher Wert (2015: knapp zwei Milliarden Euro). Die Investitionen in die Modernisierung sind sogar leicht gestiegen. Doch die Baukostenentwicklung geht natürlich nicht spurlos an ihnen vorüber: Die Gesamtsumme der Investitionen ist daher leicht rückläufig.
Investitionsentwicklung in Mrd. Euro
Mietpreisentwicklung in Euro/qm
Bestandsmieten VdW-Mitglieder in Euro/qm (2023)
Bestandsmieten NRW in Euro/qm (2022, nach Zensus)
Da Neubau und energetische Sanierung stetig teurer werden, schlägt sich die Investitionstätigkeit auch in den Mieten nieder. Die Mieten der VdW-Mitglieder liegen noch immer weit unter Marktdurchschnitt, allerdings schmilzt der Abstand. Denn die sozial orientierte Wohnungswirtschaft versucht zwar, die Mieten möglichst günstig zu halten, muss aber wirtschaftlich so handeln, dass weiterhin Investitionen in den Klimaschutz und generationengerechte Wohnungen möglich sind.
Ansturm auf Wohnraumförderung
Die Wohnraumförderung hat im Jahr 2023 ein Rekordjahr erlebt. Mehr als zwei Milliarden Euro hat das NRW-Bauministerium für den Bau, die Modernisierung und den Erhalt von Wohnungen bewilligt, die Menschen mit geringerem und mittlerem Einkommen zur Verfügung stehen. Auch im Jahr 2024 ebbte die Antragsflut nicht ab, weshalb das Ministerium die Mittel unterjährig um eine Milliarde Euro aufstockte.
Diese Entwicklung ist an sich eine gute Sache. Sie ist aber zu einem guten Teil darauf zurückzuführen, dass für alle Akteure auf dem Wohnungsmarkt frei finanzierter Neubau wegen der stark gestiegenen Baukosten und Zinsen immer weniger wirtschaftlich ist. So greifen Bauherrinnen und Bauherren immer öfter zur Wohnraumförderung, um begonnene Projekte zu retten.
Dieses Engagement anderer Akteure führte dazu, dass der Anteil an der Wohnraumförderung, den VdW-Mitglieder abriefen, im Jahresvergleich zurückging, obwohl die VdW-Mitglieder in Summe knapp 61 Prozent mehr Mittel bewilligt bekamen als ein Jahr zuvor. Und im Gegensatz möglicherweise zu anderen Akteuren wollen sie als Bestandshalter die geschaffenen Wohnungen langfristig halten.
Abgerufene Fördermittel in Nordrhein-Westfalen in Millionen Euro
Dies war nur ein Ausschnitt der Zahlen, die einen Einblick in die Geschäftsentwicklung der sozial orientierten Wohnungwirtschaft geben. Zu weiteren aussagekräftigen Statistiken zum Geschäftsjahr 2023 der Wohnungsunternehmen und -genossenschaften in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gelangen Sie durch Klick auf die folgenden Kacheln.
Nordrhein-Westfalen
Investitionen
Mit 3,9 Milliarden Euro sind die Investitionen im Jahr 2023 leicht zurückgegangen, was vor allem auf die geringere Neubautätigkeit zurückzuführen ist. Die Investitionen in den Bestand (energetische Modernisierung und Instandhaltung) sind sogar leicht gestiegen. Das Gesamtinvestitionsniveau ist weiterhin hoch, es liegt mehr als doppelt so hoch wie noch im Jahr 2015.
| Jahr | Gesamtinvestitionen | Neubautätigkeit | Bestandsmaßnahmen |
|---|---|---|---|
| in Mio. Euro | in Mio. Euro | in Mio. Euro | |
| 2015 | 1.871,3 | 758,7 | 1.112,6 |
| 2016 | 2.097,7 | 978,6 | 1.119,1 |
| 2017 | 2.491,0 | 1.220,7 | 1.270,3 |
| 2018 | 2.699,6 | 1.297,9 | 1.401,7 |
| 2019 | 2.639,0 | 1.216,9 | 1.422,1 |
| 2020 | 3.264,1 | 1.564,5 | 1.699,6 |
| 2021 | 3.979,7 | 1.732,4 | 2.247,3 |
| 2022 | 3.983,4 | 1.748,8 | 2.234,6 |
| 2023 | 3.891,7 | 1.646,0 | 2.245,7 |
Eigene Bautätigkeiten
Die Baufertigstellungen sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Die Eigentumsmaßnahmen sind fast zum Erliegen gekommen. Die einbrechenden Baugenehmigungszahlen infolge der stark gestiegenen Zinsen lassen erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt.
| Jahr | Eigene Bautätigkeit | davon: Mietwohnungen | davon: Eigentumsmaßnahmen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wohnungen | Veränderung zum Vorjahr in % | Wohnungen | Veränderung zum Vorjahr in % | Anteil in % | Wohnungen | Veränderung zum Vorjahr in % | Anteil in % | |
| 2015 | 2.992 | -0.7 | 2.693 | 4.7 | 90.0 | 299 | -32.2 | 10.0 |
| 2016 | 3.154 | 5.4 | 2.906 | 7.9 | 92.1 | 248 | -17.1 | 7.9 |
| 2017 | 4.283 | 35.8 | 4.074 | 40.2 | 95.1 | 209 | -15.7 | 4.9 |
| 2018 | 4.553 | 6.3 | 4.413 | 8.3 | 96.9 | 145 | -30.6 | 3.2 |
| 2019 | 3.966 | -12.9 | 3.708 | -16.0 | 93.5 | 258 | 77.9 | 6.5 |
| 2020 | 4.749 | 19.7 | 4.542 | 22.5 | 95.6 | 207 | -19.8 | 4.4 |
| 2021 | 4.770 | 0.4 | 4.589 | 1.0 | 96.2 | 181 | -12.6 | 3.8 |
| 2022 | 4.794 | 0.5 | 4.469 | -2.6 | 93.2 | 325 | 79.6 | 6.8 |
| 2023 | 4.757 | -0,8 | 4.717 | 5,5 | 99,2 | 40 | 87,7 | 0,8 |
Öffentliche Mietwohnraumförderung NRW
Die nordrhein-westfälische Mietwohnraumförderung hat 2023 ein Rekordjahr hinter sich, was den Mittelabruf angeht. In Summe wurden insgesamt 1,75 Milliarden Euro abgerufen (im Vorjahr waren es etwas über eine Milliarde Euro), um Wohnungen mit einer Mietpreisbindung zu versehen. Daran hatten auch die VdW-Mitglieder ihren Anteil. Sie riefen insgesamt etwa 576 Millionen Euro ab – eine Steigerung um knapp 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit sind sie für 37,9 Prozent aller Wohnungen verantwortlich, die 2023 in NRW einer Mietpreisbindung unterworfen worden sind. Dass die Anzahl der geförderten Wohnungen nicht ebenfalls um 61 Prozent angestiegen ist (2022 waren es 2.636), ist eine Folge der höheren Baukosten.
| Förderung Mietwohnraum Gesamt | davon abgerufene Mittel durch VdW-Mitglieder | Anteil VdW-Mitglieder an Mietwohnraumförderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Euro | Wohnungen | in Euro | Wohnungen | abgerufene Mittel | Wohnungen | |
| Mietwohnungsneubau | 1.526.426.982 | 6.726 | 432.930.523 | 1.852 | 28,4 % | 27,5 % |
| Modernisierungsförderung | 228.616.384 | 2.291 | 142.779.785 | 1.566 | 62,5 % | 68,4 % |
| Summe | 1.755.043.366 | 9.017 | 575.710.308 | 3.418 | 32,8 % | 37,9 % |
Mietpreis- und/oder Belegungsbindungen des eigenen Wohnungsbestandes
Der positive Trend hält an. Im zweiten Jahr in Folge ist der Bestand an mietpreisgebundenden Wohnungen im Bestand der nordrhein-westfälischen VdW-Mitglieder angewachsen. Ihr Anteil am Gesamtbestand sank dennoch, weil auch der Wohnungsbestand innerhalb des VdW insgesamt zugenommen hat.
| Jahr | Eigener Wohnungsbestand | mit Mietpreis- und/oder Belegungsbindungen | ||
|---|---|---|---|---|
| Wohnungen | Wohnungen | Veränderung zum Vorjahr in % | Anteil am Bestand in % |
|
| 2015 | 846.362 | 182.853 | -4,0 | 21,6 |
| 2016 | 849.336 | 181.144 | -0,9 | 21,3 |
| 2017 | 873.323 | 172.957 | -4,5 | 19,8 |
| 2018 | 872.869 | 176.237 | 1,9 | 20,2 |
| 2019 | 873.100 | 174.157 | -1,2 | 19,9 |
| 2020 | 969.207 | 174.354 | 0,1 | 18,0 |
| 2021 | 1.036.707 | 168.826 | -3,2 | 16,3 |
| 2022 | 1.075.839 | 174.147 | 3,2 | 16,2 |
| 2023 | 1.151.619 | 178.243 | 2,4 | 15,5 |
Mietpreisentwicklung
Infolge der ausgeprägten energetischen Sanierungen und der Neubaumaßnahmen der vergangenen Jahre ist die durchschnittliche Bruttowarmmiete der VdW-Mitglieder in Nordrhein-Westfalen auf 6,27 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Sie liegt damit aber immer noch unter dem NRW-Landesschnitt von 6,82 Euro pro Quadratemter (Zensus 2022). Dass die energetischen Sanierungen Wirkung zeigen, lässt sich an den Heizkosten ablesen: Auch wenn infolge der Ukraine-Krise die Energiepreise stark gestiegen sind, fallen die Steigerungen für die Mieterinnen und Mieter der VdW-Mitglieder geringer aus. Laut Heizspiegel von co2online waren die Kosten für eine für VdW-Bestände typische 70-m²-Wohnung innerhalb eines Jahres um 81 Prozent bei einer Gasheizung (Hauptenergieträger bei VdW-Mitgliedern) gestiegen; dieser Wert wurde bei VdW-Mitgliedern nicht mal innerhalb von zwei Jahren erreicht.
| Jahr | Miete insgesamt | Davon: | ||
|---|---|---|---|---|
| Nettokaltmiete | Nebenkosten | Heizkosten | ||
| 2015 | 7,96 | 5,25 | 1,69 | 1,02 |
| 2016 | 8,09 | 5,33 | 1,74 | 1,02 |
| 2017 | 8,37 | 5,57 | 1,81 | 0,99 |
| 2018 | 8,4 | 5,59 | 1,84 | 0,97 |
| 2019 | 8,51 | 5,72 | 1,84 | 0,95 |
| 2020 | 8,56 | 5,83 | 1,78 | 0,95 |
| 2021 | 8,79 | 5,93 | 1,92 | 0,94 |
| 2022 | 9,42 | 6,13 | 2,01 | 1,28 |
| 2023 | 9,78 | 6,27 | 2,09 | 1,42 |
Leerstandsquote
Der gesamte Wohnungsleerstand (Modernisierung, Abriss, Mieterwechsel, Vermietungsschwierigkeiten, sonstige Gründe) ist auf niedrigem Niveau noch weiter gesunken. Die Leerstandsquote betrug 2,08 Prozent. Der Leerstand aufgrund von Vermietungsschwierigkeiten betrug lediglich 0,1 Prozent.
| Jahr | Leerstandsquote insgesamt | Leerstandsquote wegen Vermietungsschwierigkeiten |
|---|---|---|
| in Prozent | in Prozent | |
| 2015 | 2,39 | 0,45 |
| 2016 | 2,15 | 0,3 |
| 2017 | 2,62 | 0,25 |
| 2018 | 2,78 | 0,29 |
| 2019 | 2,52 | 0,22 |
| 2020 | 2,35 | 0,19 |
| 2021 | 2,56 | 0,15 |
| 2022 | 2,13 | 0,10 |
| 2023 | 2,08 | 0,10 |
Rheinland-Pfalz
Mietpreis- und/oder Belegungsbindungen des eigenen Wohnungsbestandes
Der Bestand an mietpreisgebundenen Wohnungen ist in der sozial orientierten Wohnungswirtschaft in Rheinland-Pfalz im zweiten Jahr in Folge zumindest leicht gestiegen.
| Jahr | Eigener Wohnungsbestand | mit Mietpreis- und/oder Belegungsbindungen | ||
|---|---|---|---|---|
| Wohnungen | Wohnungen | Veränderung zum Vorjahr in % | Anteil am Bestand in % |
|
| 2015 | 83.641 | 19.901 | -3,3 | 23,8 |
| 2016 | 83.770 | 18.741 | -5,8 | 22,4 |
| 2017 | 82.672 | 19.814 | 5,7 | 24,0 |
| 2018 | 82.862 | 19.986 | 0,9 | 24,1 |
| 2019 | 83.297 | 17.747 | -11,2 | 21,3 |
| 2020 | 81.570 | 16.701 | -5,9 | 20,5 |
| 2021 | 83.127 | 16.513 | -1,1 | 19,9 |
| 2022 | 82.454 | 17.167 | 4,0 | 20,8 |
| 2023 | 83.480 | 17.186 | 0,1 | 20,6 |
Investitionen
Die Genossenschaften und Unternehmen in Rheinland-Pfalz investierten im Jahr 2023 rund 285,9 Millionen Euro und damit etwas weniger als im vergangenen Jahr, was auf die geringere Neubautätigkeit zurückgeht. Die Investitionen in den Bestand steigen seit Jahren an.
| Jahr | Gesamtinvestitionen | Neubautätigkeit | Bestandsmaßnahmen |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| 2015 | 227,9 | 66,3 | 161,6 |
| 2016 | 253,6 | 90,2 | 163,4 |
| 2017 | 214,5 | 96,6 | 117,9 |
| 2018 | 282,4 | 129,7 | 152,7 |
| 2019 | 242,0 | 102,1 | 139,9 |
| 2020 | 268,7 | 96,9 | 171,7 |
| 2021 | 302,1 | 140,6 | 161,5 |
| 2022 | 294,4 | 118,7 | 175,7 |
| 2023 | 285,9 | 100 | 185,9 |
Eigene Bautätigkeit
Der Bau von Wohnungen zum Verkauf an andere Eigentümer (Eigentumsmaßnahmen) ist in der sozial orientierten Wohnungswirtschaft in Rheinland-Pfalz infolge der gestiegenen Zinsen und Baukosten komplett zum Erliegen gekommen. Aber auch die Anzahl der entstandenen Mietwohnungen ist zurückgegangen.
| Jahr | Eigene Bautätigkeit | davon: Mietwohnungen | davon: Eigentumsmaßnahmen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wohnungen | Veränderung zum Vorjahr in % | Wohnungen | Veränderung zum Vorjahr in % | Anteil % | Wohnungen | Veränderung zum Vorjahr in % | Anteil % | |
| 2015 | 261 | 2,4 | 204 | -20,0 | 78,2 | 57 | 570,0 | 21,8 |
| 2016 | 363 | 39,1 | 349 | 71,1 | 96,1 | 14 | -75,4 | 3,9 |
| 2017 | 273 | -24,8 | 248 | -28,9 | 90,8 | 25 | 78,6 | 9,2 |
| 2018 | 489 | 79,1 | 489 | 97,2 | 100,0 | 0 | -100,0 | 0,0 |
| 2019 | 425 | -13,1 | 372 | -23,9 | 87,5 | 53 | 530,0 | 12,5 |
| 2020 | 343 | -19,3 | 273 | -26,6 | 79,6 | 70 | 32,1 | 20,4 |
| 2021 | 399 | 16,3 | 316 | 15,8 | 79,2 | 83 | 18,6 | 20,8 |
| 2022 | 448 | 12,3 | 448 | 41,8 | 100 | 0 | 0 | 0,0 |
| 2023 | 366 | -18,3 | 366 | -18,3 | 100 | 0 | 0 | 0,0 |
Mietpreisentwicklung
Die Heizkostenvorauszahlungen stiegen im vergangenen Jahr um 4 Cent pro Quadratmeter, recht wenig angesichts des Marktdurchschnitts (81 Prozent bei einer durchschnittlichen 70-Quadratmeter-Wohnung laut co2-online). Die Nettokaltmiete liegt bei der sozial orientierten Wohnungswirtschaft in Rheinland-Pfalz bei 6,23 Euro pro Quadratmeter und damit unter dem Landesdurchschnitt laut Zensus 2022 (6,75 Euro pro Quadratmeter).
| Jahr | Miete insgesamt | Davon | ||
|---|---|---|---|---|
| Nettokaltmiete | Nebenkosten | Heizkosten | ||
| 2015 | 7,67 | 5,18 | 1,39 | 1,10 |
| 2016 | 7,96 | 5,42 | 1,42 | 1,12 |
| 2017 | 8,21 | 5,52 | 1,51 | 1,18 |
| 2018 | 8,30 | 5,69 | 1,50 | 1,11 |
| 2019 | 8,32 | 5,72 | 1,52 | 1,08 |
| 2020 | 8,44 | 5,89 | 1,49 | 1,06 |
| 2021 | 8,40 | 5,82 | 1,49 | 1,09 |
| 2022 | 8,85 | 6,01 | 1,55 | 1,29 |
| 2023 | 9,25 | 6,23 | 1,69 | 1,33 |
Leerstandsquote
Der gesamte Wohnungsleerstand (Modernisierung, Verkauf, Abriss, Mieterwechsel, Vermietungsschwierigkeiten) der Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften ist 2023 auf 2,19 Prozent gesunken, die Leerstandsquote aufgrund von Vermietungsschwierigkeiten liegt bei 0,14 Prozent.
| Jahr | Leerstandsquote insgesamt | Leerstandsquote wegen Vermietungsschwierigkeiten |
|---|---|---|
| in Prozent | in Prozent | |
| 2015 | 2,78 | 0,98 |
| 2016 | 2,44 | 0,81 |
| 2017 | 2,47 | 0,64 |
| 2018 | 2,26 | 0,36 |
| 2019 | 2,08 | 0,55 |
| 2020 | 2,18 | 0,19 |
| 2021 | 2,37 | 0,21 |
| 2022 | 2,19 | 0,12 |
| 2023 | 2,08 | 0,14 |
| Die hier dargestellten Daten beziehen sich auf alle Unternehmen und Genossenschaften in Rheinland-Pfalz, die Mitglied im VdW Rheinland Westfalen oder im VdW südwest sind. Dies gilt nicht für die Leerstandsquote, diese bezieht sich nur auf die Mitgliedsunternehmen des VdW Rheinland Westfalen in Rheinland-Pfalz. |
Das Jahr im Überblick
-
Parlamentarischer Abend NRW
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Fachreise RLP
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EXPO REAL 2023
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E-World
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Azubi-Forum
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Parlamentarischer Abend NRW
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Verbandstag
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Fachreise RLP
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EXPO REAL 2023
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E-World
-
Parlamentarischer Abend RLP
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Azubi-Forum
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- 09.2023
- 10.2023
- 11.2023
- 12.2023
- 01.2024
- 02.2024
- 03.2024
- 04.2024
- 05.2024
- 06.2024
- 07.2024
- 08.2024
Für die Mitglieder da
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Der Prüfungsbereich: Die Bereitstellung hochwertiger Prüfungs- und Beratungsleistungen für die Mitglieder des VdW Rheinland Westfalen, insbesondere in allen wohnungswirtschaftlich relevanten Themenbereichen, steht im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung des Prüfungsbereichs. Dazu zählt unter anderem auch die CO2-Bilanzierung, verbunden mit Fragen zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit der Klimastrategie der Mitglieder. -
Das Referat Wohnungsgenossenschaften: Auch Wohnungsgenossenschaften stehen vor einem strategischen Umbruch – auf dem Weg zu einem klima- und generationengerechten Gebäudebestand. Der VdW Rheinland Westfalen unterstützt sie mit Veranstaltungsformaten für das Haupt- und das Ehrenamt, unter anderem mit dem Europäischen Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) und mit der neu geschaffenen "Geno-Convention" in Kooperation mit der Universität Münster. -
Die Rechtsabteilung: Ein umfassendes Beratungsangebot, intensive Gremienarbeit und regelmäßige Information zeichnen die Rechtsabteilung aus. Viele Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften schätzen die Kompetenz und Zuverlässigkeit. Sie beantworten das Jahr über zahlreiche Rechtsanfragen, unter anderem im Miet-, Genossenschafts- und Datenschutzrecht, führen Seminare und Inhouse-Schulungen durch, passen Satzungen an und überprüfen Verträge. -
Die Steuerabteilung: Die Steuerabteilung des VdW verfolgt intensiv die aktuelle Entwicklung in Gesetzgebung, Rechtsprechung und bei der Finanzverwaltung. Im Verbund mit dem Bundesverband GdW wird bei wichtigen Fragen der steuerlichen Rahmenbedingungen der Wohnungs- und Immobilienunternehmen versucht, Einfluss auf politische Entscheidungen sowie Erlasse der Finanzverwaltung zu nehmen, um eine sachgerechte steuerliche Rechtslage für die Wohnungsunternehmen zu gewährleisten.
Namen und Nachrichten
Wer wir sind
Der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen ist der größte regionale Verband der sozial orientierten Wohnungswirtschaft. In NRW lebt etwa jeder fünfte zur Miete lebende Mensch in einer Wohnung unserer insgesamt 475 Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften. Sie bewirtschaften rund 1,1 Mio. Wohnungen. Wohnraumversorgung ist für sie in erster Linie eine soziale Aufgabe.
Der VdW Rheinland Westfalen ist Interessenvertretung und Dienstleister für seine Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften in Nordrhein-Westfalen und dem nördlichen Rheinland-Pfalz. Dem Verband gehören Wohnungsgenossenschaften sowie kommunale, öffentliche, kirchliche, industrieverbundene und private Wohnungsunternehmen an.
Der VdW ist Mitglied im GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., Berlin. Der GdW vertritt als größter Branchendachverband rund 3.000 Wohnungs- und Immobilienunternehmen in ganz Deutschland.